Das Megawelle Journal - Inselmagazin für Teneriffa, La Gomera, La Palma, Gran Canaria und El Hierro
Offen zum Meer - Die Neugestaltunge der Plaza de España
August 06: Jede Provinz hat ihre Hauptstadt, ihr Zentrum, und jede spanische Stadt hat ihre Plaza, den Hauptplatz. Das Zentrum Teneriffas ist demnach die Plaza de España, die jedoch momentan nicht zugänglich ist. Bauzäune umgeben den Platz, und auf ihnen illustrieren 55 Plakate, wie er einmal aussehen soll. Ein gewaltiges Projekt ist da im Gange, 36.160 qm sollen gestaltet werden, und 16.600.000 € soll das Projekt kosten – vorläufig. Nach dem Auditorium entsteht hier ein weiteres Prestigeobjekt der Präsentation von Santa Cruz. Verantwortlich für die Planung zeichnen die renommierten Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron aus Basel, die sich u.a mit der Londoner Tate-Gallery und der Münchener Allianz-Arena einen internationalen Namen gemacht haben.
Santa Cruz war immer eine Hafenstadt, doch der kilometerlange Hafen, nach Las Palmas der zweitgrößte Spaniens, hat den Ort vom Meer getrennt durch die vielen Molen und Aufschüttungen. Das läßt sich nicht rückgängig machen, doch zumindest der Blick auf den Atlantik soll den Bewohnern und Besuchern zurückgegeben werden. Das erreicht man durch eine Nivellierung des Bodens: der zur Avenida Anaga hin abfallende Platz wird horizontal aufgeschüttet bis aufs Niveau der Verbindung zur Plaza de la Candelaria, das heißt maximal 3 Meter an der Avenida Anaga. In einer späteren Bauphase soll diese dann unterirdisch verlaufen, ergänzt durch zusätzliche, ebenfalls unterirdische Parkplätze.
Nicht nur höher wird der neue Platz also liegen, er wird auch ein grünes Dach bekommen. Zu den bereits vorhandenen ca. 70 Bäumen, von denen nur einige wenige versetzt werden müssen, sollen 200 Bäume neu gepflanzt werden, darunter Flamboyant, Gummibäume (Ficus), indischer Lorbeer, blau blühende Jacaranda, Pfeffer- und Tulpenbäume sowie verschiedene Arten von Palmen. Man darf sich also auf ein buntes Blütenmeer freuen.
Doch die Schweizer Architekten wollen nicht nur “die Stadt dem Meer näher bringen”, sondern auch “das Meer in die Stadt”. Dazu soll ein künstlicher See mit einem Fassungsvermögen von 2.500 m3 und einem Springbrunnen geschaffen werden. Gespeist wird der mit Meerwasser, das aus drei Brunnen hochgepumpt und auch entsorgt werden soll, die gerade gebohrt werden. Bis zu 45 m unter Meeresniveau sollen sie reichen und 650 m3 pro Stunde fördern können. Der Wasserstand des Sees soll künstlich schwanken, um an die Gezeiten zu erinnern.
Für die Nachtstunden ist eine spezielle, stimmungsvolle Beleuchtung geplant, die im Bereich des Sees mit Fiberglasoptik realisiert werden soll. Das gesamte Projekt, das über 36.000 qm umfaßt, ist in mehrere Bauphasen aufgeteilt, von welchen die erste nun begonnen hat, u.a. mit der Restaurierung des Mahnmales für die Gefallenen des Bürgerkrieges. Wie lange es insgesamt dauern soll, darüber schweigen sich die Prfessemitteilungen wohlweislich aus. Denn wir wissen ja aus Erfahrung, daß es sinnlos ist, für öffentliche Bauvorhaben auf den Kanaren Termine zu nennen. Nur so viel steht fest: es geht gewiß nicht scneller als geplant. Doch wenn die Pläne wie geplant umgesetzt werden, dann lohnt sich auch das Warten auf das neue Zentrum der Hauptstadt mit – hoffentlich – freiem Blick aufs große, weite Meer...
Weitere Infos: Internet www.plaza-esp.com
Santa Cruz war immer eine Hafenstadt, doch der kilometerlange Hafen, nach Las Palmas der zweitgrößte Spaniens, hat den Ort vom Meer getrennt durch die vielen Molen und Aufschüttungen. Das läßt sich nicht rückgängig machen, doch zumindest der Blick auf den Atlantik soll den Bewohnern und Besuchern zurückgegeben werden. Das erreicht man durch eine Nivellierung des Bodens: der zur Avenida Anaga hin abfallende Platz wird horizontal aufgeschüttet bis aufs Niveau der Verbindung zur Plaza de la Candelaria, das heißt maximal 3 Meter an der Avenida Anaga. In einer späteren Bauphase soll diese dann unterirdisch verlaufen, ergänzt durch zusätzliche, ebenfalls unterirdische Parkplätze.
Nicht nur höher wird der neue Platz also liegen, er wird auch ein grünes Dach bekommen. Zu den bereits vorhandenen ca. 70 Bäumen, von denen nur einige wenige versetzt werden müssen, sollen 200 Bäume neu gepflanzt werden, darunter Flamboyant, Gummibäume (Ficus), indischer Lorbeer, blau blühende Jacaranda, Pfeffer- und Tulpenbäume sowie verschiedene Arten von Palmen. Man darf sich also auf ein buntes Blütenmeer freuen.
Doch die Schweizer Architekten wollen nicht nur “die Stadt dem Meer näher bringen”, sondern auch “das Meer in die Stadt”. Dazu soll ein künstlicher See mit einem Fassungsvermögen von 2.500 m3 und einem Springbrunnen geschaffen werden. Gespeist wird der mit Meerwasser, das aus drei Brunnen hochgepumpt und auch entsorgt werden soll, die gerade gebohrt werden. Bis zu 45 m unter Meeresniveau sollen sie reichen und 650 m3 pro Stunde fördern können. Der Wasserstand des Sees soll künstlich schwanken, um an die Gezeiten zu erinnern.
Für die Nachtstunden ist eine spezielle, stimmungsvolle Beleuchtung geplant, die im Bereich des Sees mit Fiberglasoptik realisiert werden soll. Das gesamte Projekt, das über 36.000 qm umfaßt, ist in mehrere Bauphasen aufgeteilt, von welchen die erste nun begonnen hat, u.a. mit der Restaurierung des Mahnmales für die Gefallenen des Bürgerkrieges. Wie lange es insgesamt dauern soll, darüber schweigen sich die Prfessemitteilungen wohlweislich aus. Denn wir wissen ja aus Erfahrung, daß es sinnlos ist, für öffentliche Bauvorhaben auf den Kanaren Termine zu nennen. Nur so viel steht fest: es geht gewiß nicht scneller als geplant. Doch wenn die Pläne wie geplant umgesetzt werden, dann lohnt sich auch das Warten auf das neue Zentrum der Hauptstadt mit – hoffentlich – freiem Blick aufs große, weite Meer...
Weitere Infos: Internet www.plaza-esp.com








