Das Megawelle Journal - Inselmagazin für Teneriffa, La Gomera, La Palma, Gran Canaria und El Hierro
AUS ABFALL WIRD DIESELKRAFTSTOFF - Deutsche Erfindung kann kanarisches Müllproblem lösen
November 06: Es ist fast so, als wenn aus Wasser Wein würde: Dem Deutschen Verfahrenstechniker und Katalysator-Spezialisten Dr. Christian Koch gelang eine bahnbrechende Entwicklung auf dem Gebiet der Abfallentsorgung: Das Resultat ist eine Maschine, die man am einen Ende mit diversen Müllsorten, unter anderem Plastikabfälle, Tierkadaver und Autoreifen, „füttert“, und die am anderen Ende feinstes Dieselöl „auswirft“. Die Bundesregierung versuchte das Patent für einen siebenstelligen Betrag zu erwerben, um es in Eigenregie zum gewünschten Zeitpunkt realisieren zu können (oder auf Eis zu legen). Der streitbare Doktor wollte sich aber die Verwirklichung seines Konzeptes nicht aus den Händen nehmen lassen, lehnte ab und überließ das Geschäft ausgewählten Vertriebsleuten in verschiedenen Ländern. In Spanien besitzt der auf Teneriffa ansässige Ulrich Wilbert (UW) die Exklusivrechte. Das Jounal der MegaWelle (MW) interviewte ihn zu der einzigartigen Neuigkeit, die zudem sehr umweltfreundlich arbeitet und auch auf dem kanarischen Archipel die dringende Müllproblematik lösen könnte.
MW: Was ist das Einzigartige an der Technologie von „Alpha-Kat“?UW: Nach jahrzehntelanger, intensiver Katalysatorforschung und Reaktorentwicklung ist endlich die technische Reproduktion der Erdölbildung gelungen. Neu entwickelte Kristallkatalysatoren ermöglichen die wirtschaftliche Umwandlung von Reststoffen und nachwachsenden Rohstoffen in Erdölprodukte. Das Verfahren produziert mineralisches Dieselöl. Die Qualität des erzeugten Diesels übertrifft die EU-Norm bei fast allen Einsatzverfahren. Die Produktionskosten liegen bei einer „KDV 2000 Anlage“ bei circa 0,23 € pro Liter Diesel. Das Verfahren ist, auch im direkten Vergleich mit gängiger Raffinerietechnik, ab einer Anlagengröße von 500l/h konkurrenzfähig. Es gibt keine Umweltbelastungen mehr wegen anorganischer Bindung der Schadstoffe in Form von Salzen und Kristallen. Das Verfahren ist die Problemlösung für die Erzeuger problematischer Abfallstoffe. Dies ist der neue Weg zum Diesel im technischen und wirtschaftlichen Maßstab.
MW: Wie genau funktioniert sie?UW: Vorbild für den Prozeß ist die natürliche Erdölbildung. Durch Weiterentwicklung dieses Vorgangs unter Berücksichtigung der heutigen Probleme, ist es möglich anstelle von Erdöl hochwertigen Dieselkraftstoff zu erzeugen. Wozu die Natur aber Millionen von Jahren benötigt, kann die KDV-Anlage dies in Sekunden bewerkstelligen. Kernpunkte der KDV (Katalytische drucklose Verölung) sind: eine Temperatur von 270°C bis 350°C, Ionentauschende Katalysatoren und zu 100 Prozent durchkristallisierte y-Katalysatoren, die extrem aktiv sind.
MW: Wurde Alpha-Kat auf den Kanaren schon vorgestellt? UW: Ja, im November 2005 hat Dr. Koch auf unsere Einladung hin Teneriffa besucht. Der Anlaß war der internationale Müllentsorgungskongreß im Auditorium von Santa Cruz. Während seines Aufenthalts, aber auch davor und danach, wurde die KDV-Technik der Insel- und der Kanarenregierung, sowie der Geschäftswelt vorgestellt. Die Technik ist von den meisten Leuten sehr positiv aufgenommen worden. Denn sie hat ja den Vorteil, daß sie profitabel ist und kein Geld kostet, wie zum Beispiel Müllverbrennungsanlagen. Zudem wurde der umweltfreundliche Aspekt gesehen, es entstehen keinerlei Schadstoffe oder Gifte wie bei Müllverbrennungsanlagen.
MW: Wo sind bereits derartige Anlagen in Betrieb und mit welchem Erfolg? UW: Eine in Mexiko inzwischen im Dauerbetrieb arbeitende KDV Anlage beweist schon jetzt täglich auf eindrucksvolle Weise die Überlegenheit der innovativen und weltweit konkurrenzlosen neuen Technologie der Katalytischen Drucklosen Verölung nach Dr. Christian Koch. Weitere Anlagen folgen in Kürze, unter anderem im Osten Deutschands.
MW: Wie liegt Alpha Kat im Vergleich zur herkömmlichen Müllentsorgung?UW: Im Gegensatz zu anderen Verfahren besteht keine Gefahr der Entstehung von hochtoxischen Gasen wie Dioxin oder Furanen, da die Prozeßtemperatur, ab der diese Stoffe erst entstehen, bei dem vorliegenden Verfahren gar nicht erst erreicht werden. Müllverbrennungsanlagen arbeiten mit Temperaturen von über 1000 Grad und müssen deshalb Abgase filtern. Die Frage ist nur, wo entsorgt man die Filterrückstände?MW: Welche Müllsorten kann man damit entsorgen?UW: Jede Art von Abfall, außer Metalle und Gestein. Wie: Kunststoffe aller Art, einschließlich des PVC-Anteils, Gummi und Autoreifen, Altöle, Wachse und Fette aller Art, Hydrauliköle, landwirtschaftliche Abfälle, Tierabfallprodukte und verdorbene Lebensmittel, Krankenhausabfälle, alle Raffinerierückstände, Bitumen, Teere etc.Neben den Wertstoffen der Abfallwirtschaft können in gleicher Weise biologisch nachwachsende Rohstoffe, wie z.B. Holz, Raps und sonstige pflanzliche Produkte, verarbeitet werden mit einem viel höheren Wirkungsgrad als bei herkömmlichen Anlagen.
MW: Wie und durch wen erfolgt die Installation? UW: Die Anlagen werden zunächst in Deutschland konstruiert. Vor Auslieferung werden sie dort aufgebaut und getestet. Das alles geschieht unter Anleitung von Dr. Koch und seinen Ingenieuren.
MW: Was muß man lernen, damit man damit arbeiten kann? Gibt es auf den Kanaren schon ausgebildetes Personal?UW: Es ist die Philosophie des Herstellers, auf die Minimierung jeglicher Gefahren besonderen Wert zu legen. Damit eignet sich die Anlage auch in Hinblick auf den Einsatz der Technologie in Ländern mit nicht ausreichend geschultem Fachpersonal. Hierzu gehört auch die technologische Vorbereitung der Anlage mit einer Satellitenkommunikationsanlage, um Serviceleistungen jederzeit auch in nicht internet-versorgten Gebieten sicher und aufwandsarm erbringen zu können.
MW: Wie viele neue Arbeitsplätze können damit auf Teneriffa geschaffen werden?UW: Eine Anlage kann durch eine Person betrieben werden. Wegen Sicherheitsvorschriften in vielen Ländern werden hierzu jedoch zwei Personen eingesetzt. Die eigentlichen Arbeitsplätze entstehen aber in der Organisation um die Anlage herum, wie Abfallbeschaffung, Lieferung von Diesel und die Vermarktung. In Deutschland, so die Schätzungen, können 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auf den Kanarischen Inseln etwa 2000.
MW: Was kostet eine Anlage und welche Ausmaße hat sie?UW: Je nach Größe und Ausstattung zwischen fünf und zwanzig Millionen Euro. Die Anlagen sind in ihrer Aufbaufläche sehr klein, sie benötigen nur rund 500 qm und können zwischen 500 und 2.000 Liter Diesel pro Stunde produzieren.
MW: Gibt es Subventionen? UW: Die Anlage ist die erste ihrer Art, die auch ohne staatliche finanzielle Unterstützung wirtschaftlich arbeitet. Die EU bietet aber trotzdem Subventionen an.
MW: Können herkömmliche Müllverbrennungsanlagen durch Alpha-Kat komplett entfallen?UW: Ja, und der Vorteil dabei ist, das sie dezentral eingesetzt werden können. Der Müll kann dort entsorgt werden, wo er entsteht.
MW: Wann können wir mit den ersten Anlagen auf Teneriffa rechnen? UW: Wir rechnen damit, daß in den nächsten zwei Jahren die ersten Anlagen auf Teneriffa in Betrieb sind. Es waren noch viele Vorbereitungen für den Bau der Anlagen notwendig, deshalb sind bisher noch keine, außer in Mexiko, ausgeliefert worden.MW: Welche Instanzen entscheiden über eine Installation auf Teneriffa?UW: Das ist eine gute Frage, die wir auch gerne beantwortet wüßten. Aber wir sind in dieser Beziehung mit dem Umwelt- und Industrieministerium schon weit gekommen. Die endgültige Antwort möchte ich Ihnen bei dem Stand der jetzigen Lage nicht geben. Bitte haben Sie Verständnis dafür.
MW: Können auch Privatleute sich eine Alpha-Kat Anlage anschaffen und für wen würde sich das lohnen? UW: Selbstverständlich, ich gebe Ihnen ein Beispiel. In Deutschland hat eine große Spedition eine Anlage geordert. Die werden dann das Diesel selbst herstellen, das ihre Lastwagen verbrauchen. Es wird auch darüber nachgedacht, kleine Anlagen auf Schiffen einzusetzen, die dort ihren Abfall und ihr Altöl entsorgen. Stellen Sie sich einmal vor, ein Luxusschiff fährt nur mit Diesel, das aus den eigenen Abfällen produziert wird.
MW: Wie viele Anlagen würden für die Kanaren gebraucht werden?UW: Nach unseren Berechnungen werden auf den Kanaren etwa 50 Anlagen benötigt.
MW: Gibt es hier schon Interessenten? UW: Ja es gibt schon einige seriöse Interessenten, die aber leider in Warteschleife stehen, bis in Deutschland das o.k. gegeben wird. Wir sind uns aber sicher, daß bald Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es ist ja nicht nur eine umweltfreundliche Technik, es ist auch ein Riesengeschäft. Eine Anlage amortisiert sich 2 -3 Jahren. Das gibt’s nirgendwo in der Industrie.
MW: Na, das sind ja wirklich spannende Aussichten, wenn man bedenkt, daß die Kanaren derzeit schon ein ziemlich großes Problem mit der Müllentsorgung haben. Außerdem laufen in Kürze diesbezügliche Fristen zur Umsetzung von EU-Normen aus, und bisher sind offenbar nicht einmal Vorbereitungen dafür getroffen worden. Das kann noch interessant werden. Wir danken Ihnen für das anregende Gespräch.
Das Interview führte Edda Schubert
MW: Was ist das Einzigartige an der Technologie von „Alpha-Kat“?UW: Nach jahrzehntelanger, intensiver Katalysatorforschung und Reaktorentwicklung ist endlich die technische Reproduktion der Erdölbildung gelungen. Neu entwickelte Kristallkatalysatoren ermöglichen die wirtschaftliche Umwandlung von Reststoffen und nachwachsenden Rohstoffen in Erdölprodukte. Das Verfahren produziert mineralisches Dieselöl. Die Qualität des erzeugten Diesels übertrifft die EU-Norm bei fast allen Einsatzverfahren. Die Produktionskosten liegen bei einer „KDV 2000 Anlage“ bei circa 0,23 € pro Liter Diesel. Das Verfahren ist, auch im direkten Vergleich mit gängiger Raffinerietechnik, ab einer Anlagengröße von 500l/h konkurrenzfähig. Es gibt keine Umweltbelastungen mehr wegen anorganischer Bindung der Schadstoffe in Form von Salzen und Kristallen. Das Verfahren ist die Problemlösung für die Erzeuger problematischer Abfallstoffe. Dies ist der neue Weg zum Diesel im technischen und wirtschaftlichen Maßstab.
MW: Wie genau funktioniert sie?UW: Vorbild für den Prozeß ist die natürliche Erdölbildung. Durch Weiterentwicklung dieses Vorgangs unter Berücksichtigung der heutigen Probleme, ist es möglich anstelle von Erdöl hochwertigen Dieselkraftstoff zu erzeugen. Wozu die Natur aber Millionen von Jahren benötigt, kann die KDV-Anlage dies in Sekunden bewerkstelligen. Kernpunkte der KDV (Katalytische drucklose Verölung) sind: eine Temperatur von 270°C bis 350°C, Ionentauschende Katalysatoren und zu 100 Prozent durchkristallisierte y-Katalysatoren, die extrem aktiv sind.
MW: Wurde Alpha-Kat auf den Kanaren schon vorgestellt? UW: Ja, im November 2005 hat Dr. Koch auf unsere Einladung hin Teneriffa besucht. Der Anlaß war der internationale Müllentsorgungskongreß im Auditorium von Santa Cruz. Während seines Aufenthalts, aber auch davor und danach, wurde die KDV-Technik der Insel- und der Kanarenregierung, sowie der Geschäftswelt vorgestellt. Die Technik ist von den meisten Leuten sehr positiv aufgenommen worden. Denn sie hat ja den Vorteil, daß sie profitabel ist und kein Geld kostet, wie zum Beispiel Müllverbrennungsanlagen. Zudem wurde der umweltfreundliche Aspekt gesehen, es entstehen keinerlei Schadstoffe oder Gifte wie bei Müllverbrennungsanlagen.
MW: Wo sind bereits derartige Anlagen in Betrieb und mit welchem Erfolg? UW: Eine in Mexiko inzwischen im Dauerbetrieb arbeitende KDV Anlage beweist schon jetzt täglich auf eindrucksvolle Weise die Überlegenheit der innovativen und weltweit konkurrenzlosen neuen Technologie der Katalytischen Drucklosen Verölung nach Dr. Christian Koch. Weitere Anlagen folgen in Kürze, unter anderem im Osten Deutschands.
MW: Wie liegt Alpha Kat im Vergleich zur herkömmlichen Müllentsorgung?UW: Im Gegensatz zu anderen Verfahren besteht keine Gefahr der Entstehung von hochtoxischen Gasen wie Dioxin oder Furanen, da die Prozeßtemperatur, ab der diese Stoffe erst entstehen, bei dem vorliegenden Verfahren gar nicht erst erreicht werden. Müllverbrennungsanlagen arbeiten mit Temperaturen von über 1000 Grad und müssen deshalb Abgase filtern. Die Frage ist nur, wo entsorgt man die Filterrückstände?MW: Welche Müllsorten kann man damit entsorgen?UW: Jede Art von Abfall, außer Metalle und Gestein. Wie: Kunststoffe aller Art, einschließlich des PVC-Anteils, Gummi und Autoreifen, Altöle, Wachse und Fette aller Art, Hydrauliköle, landwirtschaftliche Abfälle, Tierabfallprodukte und verdorbene Lebensmittel, Krankenhausabfälle, alle Raffinerierückstände, Bitumen, Teere etc.Neben den Wertstoffen der Abfallwirtschaft können in gleicher Weise biologisch nachwachsende Rohstoffe, wie z.B. Holz, Raps und sonstige pflanzliche Produkte, verarbeitet werden mit einem viel höheren Wirkungsgrad als bei herkömmlichen Anlagen.
MW: Wie und durch wen erfolgt die Installation? UW: Die Anlagen werden zunächst in Deutschland konstruiert. Vor Auslieferung werden sie dort aufgebaut und getestet. Das alles geschieht unter Anleitung von Dr. Koch und seinen Ingenieuren.
MW: Was muß man lernen, damit man damit arbeiten kann? Gibt es auf den Kanaren schon ausgebildetes Personal?UW: Es ist die Philosophie des Herstellers, auf die Minimierung jeglicher Gefahren besonderen Wert zu legen. Damit eignet sich die Anlage auch in Hinblick auf den Einsatz der Technologie in Ländern mit nicht ausreichend geschultem Fachpersonal. Hierzu gehört auch die technologische Vorbereitung der Anlage mit einer Satellitenkommunikationsanlage, um Serviceleistungen jederzeit auch in nicht internet-versorgten Gebieten sicher und aufwandsarm erbringen zu können.
MW: Wie viele neue Arbeitsplätze können damit auf Teneriffa geschaffen werden?UW: Eine Anlage kann durch eine Person betrieben werden. Wegen Sicherheitsvorschriften in vielen Ländern werden hierzu jedoch zwei Personen eingesetzt. Die eigentlichen Arbeitsplätze entstehen aber in der Organisation um die Anlage herum, wie Abfallbeschaffung, Lieferung von Diesel und die Vermarktung. In Deutschland, so die Schätzungen, können 500.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Auf den Kanarischen Inseln etwa 2000.
MW: Was kostet eine Anlage und welche Ausmaße hat sie?UW: Je nach Größe und Ausstattung zwischen fünf und zwanzig Millionen Euro. Die Anlagen sind in ihrer Aufbaufläche sehr klein, sie benötigen nur rund 500 qm und können zwischen 500 und 2.000 Liter Diesel pro Stunde produzieren.
MW: Gibt es Subventionen? UW: Die Anlage ist die erste ihrer Art, die auch ohne staatliche finanzielle Unterstützung wirtschaftlich arbeitet. Die EU bietet aber trotzdem Subventionen an.
MW: Können herkömmliche Müllverbrennungsanlagen durch Alpha-Kat komplett entfallen?UW: Ja, und der Vorteil dabei ist, das sie dezentral eingesetzt werden können. Der Müll kann dort entsorgt werden, wo er entsteht.
MW: Wann können wir mit den ersten Anlagen auf Teneriffa rechnen? UW: Wir rechnen damit, daß in den nächsten zwei Jahren die ersten Anlagen auf Teneriffa in Betrieb sind. Es waren noch viele Vorbereitungen für den Bau der Anlagen notwendig, deshalb sind bisher noch keine, außer in Mexiko, ausgeliefert worden.MW: Welche Instanzen entscheiden über eine Installation auf Teneriffa?UW: Das ist eine gute Frage, die wir auch gerne beantwortet wüßten. Aber wir sind in dieser Beziehung mit dem Umwelt- und Industrieministerium schon weit gekommen. Die endgültige Antwort möchte ich Ihnen bei dem Stand der jetzigen Lage nicht geben. Bitte haben Sie Verständnis dafür.
MW: Können auch Privatleute sich eine Alpha-Kat Anlage anschaffen und für wen würde sich das lohnen? UW: Selbstverständlich, ich gebe Ihnen ein Beispiel. In Deutschland hat eine große Spedition eine Anlage geordert. Die werden dann das Diesel selbst herstellen, das ihre Lastwagen verbrauchen. Es wird auch darüber nachgedacht, kleine Anlagen auf Schiffen einzusetzen, die dort ihren Abfall und ihr Altöl entsorgen. Stellen Sie sich einmal vor, ein Luxusschiff fährt nur mit Diesel, das aus den eigenen Abfällen produziert wird.
MW: Wie viele Anlagen würden für die Kanaren gebraucht werden?UW: Nach unseren Berechnungen werden auf den Kanaren etwa 50 Anlagen benötigt.
MW: Gibt es hier schon Interessenten? UW: Ja es gibt schon einige seriöse Interessenten, die aber leider in Warteschleife stehen, bis in Deutschland das o.k. gegeben wird. Wir sind uns aber sicher, daß bald Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es ist ja nicht nur eine umweltfreundliche Technik, es ist auch ein Riesengeschäft. Eine Anlage amortisiert sich 2 -3 Jahren. Das gibt’s nirgendwo in der Industrie.
MW: Na, das sind ja wirklich spannende Aussichten, wenn man bedenkt, daß die Kanaren derzeit schon ein ziemlich großes Problem mit der Müllentsorgung haben. Außerdem laufen in Kürze diesbezügliche Fristen zur Umsetzung von EU-Normen aus, und bisher sind offenbar nicht einmal Vorbereitungen dafür getroffen worden. Das kann noch interessant werden. Wir danken Ihnen für das anregende Gespräch.
Das Interview führte Edda Schubert









