Nachrichten
Nachrichten aus der SchweizDer scheidende Präsident des Israelitischen Gemeindebunds, Alfred Donath, warnt davor, durch Kritik an Israel antisemitische Gefühle in der Schweiz zu schüren. „Jede Verschärfung der Spannungen im Nahen Osten, ob es nun die Libanon-Kriege oder die Intifadas seien, löste in der Schweiz zahlreiche gegen Israel gerichtete Manifestationen aus“, sagte Donath auf der Delegiertenversammlung in La Chaux-de-Fonds. Die Zahl der Antisemiten in der Schweiz schwanke stark, aber jede Krise im Nahen Osten gebe ihnen willkommene Gelegenheit, sich bemerkbar zu machen, sagte Donath. Natürlich seien die Kritik und die Reaktionen auf die Politik Israels grundsätzlich legitim und nicht an sich antisemitisch. Aber dadurch werde auch der Antisemitismus geschürt, „denn jene, welche die Schweizer Juden dafür verantwortlich machen, sind zahlreich“.
Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa fordert angesichts der weltweiten Nahrungsmittelknappheit ein rasches Umdenken. Das Recht auf Nahrung sei ein Menschenrecht. Entsprechend ergäben sich konkrete Forderungen an die Politik: Westliche Länder sollten Finanzspekulationen mit Grundnahrungsmitteln nicht zulassen und die Agrarexportsubventionen mittelfristig abschaffen. „Die kirchliche Entwicklungszusammenarbeit fördert seit vielen Jahrzehnten die bäuerliche Landwirtschaft in den armen Ländern der Welt”, heißt es in einer Medienmitteilung vom Montag. „Dies entspricht dem evangelischen Selbstverständnis, den Menschen die Möglichkeit zu geben, eigenverantwortlich ihr Leben zu bestreiten.” - Geschäftsführender Präsident der Gemeinschaft ist der Thomas Wipf, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes. (kipa)
Angesichts der Lebensmittelkrise stellt die Heilsarmee Schweiz-Österreich-Ungarn 400.000 Franken, umgerechnet rund 235.000 Euro, für sofortige Nahrungsmittelhilfe in Haiti und Simbabwe bereit. Dies teilte das Hauptquartier der Heilsarmee in Bern mit. Die Nahrungsmittelhilfe werde in Haiti über bereits bestehende Schulküchen der Heilsarmee erfolgen. Diese liegen hauptsächlich im ländlichen Gebiet rund um Fond-des-Nègres. Dort besuchen nach Angaben der Heilsarmee rund 3.500 Kinder deren Primarschulen. In Simbabwe werde die Verteilung der zusätzlichen Nahrungsmittel durch das Spital der Heilsarmee in Tschelanyemba, nahe an der Grenze zu Botswana, koordiniert. Mit dem Geld können rund 400.000 Mahlzeiten finanziert werden, heißt es in der Pressemitteilung.
Deutschland
Der Erfurter Bischof Joachim Wanke hat vor der Wahl von Extremisten gewarnt. Die „Sieg Heil“ schreiende Rechte mit ihren nationalistischen Parolen dürfe nicht als bloßer Protest verharmlost werden, sagte Wanke am Donnerstag im Wallfahrtsort Klüschen Hagis im thüringischen Eichsfeld. In keinem Dorf im Eichsfeld dürften solche Kräfte „schweigenden Rückenwind, geschweige denn Zuspruch mit Hilfe von Stimmzetteln erfahren“, so der Bischof. Gleiches gelte für diejenigen Kräfte, die den gescheiterten Staatssozialismus der DDR nostalgisch verklärten; zugleich stellten sie häufig die Toten an der Grenze sowie die politischen Häftlinge in Bautzen als Lappalie dar.
Im oberbayerischen Altötting und im niederrheinischen Kevelaer, den beiden größten deutschen Pilgerorten, ist am Donnerstag das Wallfahrtsjahr eröffnet worden. Mit drei symbolischen Hammerschlägen öffnete der Kölner Kardinal Joachim Meisner das Pilgerportal der Marienbasilika in Kevelaer. Im vergangenen Jahr waren laut Bistum Münster 800.000 Pilger nach Kevelaer gekommen. In Altötting feierte der Passauer Bischof Wilhelm Schraml einen Festgottesdienst. Der im Bistum Passau gelegene Wallfahrtsort ist das beliebteste Ziel der deutschen Pilger. Einer Studie zufolge kennen elf Millionen Bundesbürger die Stadt. Jährlich kommen mehr als eine Million Menschen.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, hat die Kirche vor einem Rückzug ins Ghetto gewarnt. Die Christen sollten mehr Schwung zeigen, aufbrechen und den Mut haben, Geschichte zu machen, sagte Zollitsch in einem Interview der „Rheinischen Post“ (Samstag). Mit Blick auf den katholischen Weltjugendtag in Sydney erklärte Zollitsch, die Kirche müsse gerade den jungen Menschen sagen, dass der Glaube glücklich mache und dass er Ziel und Grundlage für das Leben gebe. Die Kirche habe zu oft den Fehler gemacht, zunächst die Gebote und Verbote zu verkünden, anstatt zuerst das große Geschenk des Glaubens herauszustellen. Der Erzbischof räumte ein, in seiner Jugend Glaubenszweifel gehabt zu haben, nachdem jugoslawische Kommunisten seinen 16 Jahre alten Bruder ermordet und ihn selbst und seine Mutter in ein Arbeitslager gebracht hatten. (kna)
Die Chancen für ein missionarisches Engagement der Christen sind nach Ansicht von Kardinal Georg Sterzinsky so groß wie seit Jahrzehnten nicht. Auch eine Ortskirche wie das Erzbistum Berlin, die sich in der Rolle einer Minderheit befinde, müsse missionarisch sein, sagte Sterzinsky am Wochenende in Berlin. Sie dürfe sich nicht in sich selbst zurückziehen und auf die Hilfe der volkskirchlich geprägten Bistümer verlassen, forderte der Berliner Erzbischof.
Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Wolfgang Huber, sprach sich für eine zeitgemäße Form der Mission aus. Sie geschehe als Einladung zum Dialog. Von einem missionarischen Impuls müsse das Leben in den Gemeinden ebenso geprägt sein wie die Veranstaltungen, mit denen die Kirche sich an eine größere Öffentlichkeit wende. Sterzinsky und Huber sprachen bei einem Treffen des Cartells Rupert Mayer.
Der evangelische Bischof Wolfgang Huber sieht beim Taufritus einen „fundamentalen ökumenischen Konsens” mit der katholischen Kirche. Er kritisierte jedoch am Dienstag, dass Protestanten bei katholischen Taufen immer noch kirchenrechtlich vom Patentamt ausgeschlossen seien. Aus der gemeinsamen Anerkennung der Taufe müsse nun eine wechselseitige Beteiligung der Paten folgen, forderte der Ratsvorsitzende der deutschen evangelischen Kirche bei der Vorstellung einer Orientierungshilfe zu Verständnis und Praxis der Taufe. Jenseits der eigentlichen Taufhandlung empfahl Huber mehr Kreativität in der Liturgie, um die Taufe stärker als „Eintrittstür in die christliche Gemeinschaft” erfahrbar zu machen. Dazu gehörten eine ansprechende Vorbereitung und Formen der Tauferinnerung in der Gemeinde. An der bestehenden Segensformel dürfe aber nichts geändert werden, betonte der Bischof. Ende Februar hatte die katholische Glaubenskongregation im Vatikan abweichende Segensformeln für ungültig erklärt.
Welt
Spanien
Der Bischof von Tarazona hat das Recht der Kirche verteidigt, in Krankenhäusern Seelsorge zu treiben. Diese sei kein bloßes Privileg der Kirche – wie von der sozialistischen Partei dargestellt; die Kranken hätten vielmehr ein Recht auf geistlichen Beistand, schreibt Bischof Gonzalez in einem Appell. Im Gesundheitswesen repräsentierten die Krankenhausseelsorger die Anwesenheit Gottes. Das Bestreben, die Geistlichen aus dem Krankendienst zu entfernen, käme dem Verlangen gleich, Gott aus der Gesellschaft auszuschließen.
Großbritannien
In der Debatte über die Zulassung von Bischöfinnen in der anglikanischen Kirche von England haben mehrere Kirchenführer eine Umstrukturierung der Diözesen nach weltanschaulichen Grenzen vorgeschlagen. Demnach sollen Gemeinden, die keine Frau im Bischofsamt akzeptieren, ihre Diözese verlassen dürfen, um sich einer von einem Mann geleiteten Diözese zu unterstellen, berichtete die Londoner Tageszeitung „The Times” (29. April). Der Vorschlag will eine Spaltung zwischen Konservativen und Liberalen in der anglikanischen Kirche verhindern. Die Kontroverse über die Zulassung von Bischöfinnen liefert weiteren Zündstoff für die anglikanische Lambeth-Konferenz im Juli in London. Dort wird unter anderem auch die Weihe bekennender Homosexueller diskutiert werden. Die Konferenz ist das wichtigste Beschlussgremium der anglikanischen Weltgemeinschaft. Es tagt nur alle zehn Jahre.
Italien
Der Mailänder Kardinal Tettamanzi hat eine neue Familienpolitik eingefordert, die „konkreter und substantieller ist”. Um die Veränderungen in der Arbeitswelt zu bewältigen, müssten Politik und Gesellschaft die Familie unterstützen und sie als „erstrangiges und unersetzliches” Subjekt des Zusammenlebens anerkennen, sagte der Kardinal in einem Aufruf zum 1. Mai. Es reiche nicht aus, den Familien „kleine Almosen” zukommen zu lassen, vielmehr sollten alle gesellschaftlichen Veränderungen „Maß an der Familie nehmen”. Es genüge zum Beispiel nicht, den Frauen gleiche Rechte am Arbeitsplatz zuzusichern, betonte der Kardinal. Vielmehr müssten Bedingungen geschaffen werden, damit die Mütter wirklich Familie und Berufstätigkeit verbinden können. Dazu sei u.a. eine ausreichende Zahl von Kinderkrippen und Kindergärten notwendig.
Wegen des Partisanenlieds „Bella ciao” ist ein italienischer Weltkriegsveteran ohne kirchlichen Segen beigesetzt worden. Der katholische Pfarrer im norditalienischen Pordenone verbot das Singen des populären Liedes bei der Trauerfeier in der Kirche, berichtet die italienische Online-Zeitung „Quotidiano.net”. Dies habe die Familie des im Alter von 80 Jahren verstorbenen Egidio Cozzi jedoch gewünscht, weil dieser zeitlebens auf seinen Widerstandskampf gegen die Faschisten stolz gewesen sei. Der Verstorbene wurde dann im Rahmen einer zivilen Zeremonie bestattet - mit Musikkapelle und „Bella ciao”.
Die Blutreliquie von Neapels Stadtpatron Januarius soll möglicherweise bald wissenschaftlich untersucht werden. Entsprechende Pläne von Kardinal Crescenzio Sepe bestätigte ein Sprecher des süditalienischen Erzbistums am Wochenende der KNA. Demnach werde erwogen, eine internationale Expertenkommission aufzustellen, die den Inhalt der von Gläubigen verehrten Blutreliquie analysieren und das Phänomen ihrer regelmäßigen Verflüssigung klären soll. Die im Dom von Neapel aufbewahrte Ampulle soll Blut des heiligen Januarius enthalten, der laut der Überlieferung im Jahr 305 als Bischof den Märtyrertod starb. Die kompakte Masse verflüssigt sich üblicherweise an drei Terminen im Jahr, am Samstag vor dem ersten Maisonntag, am 19. September und am 16. Dezember. Auch am vergangenen Samstag trat die Erscheinung ein.
Der aufgebahrte italienische Volksheilige Pater Pio (1887-1968) hat in den ersten zehn Tagen mehr als 180.000 Besucher angezogen. Das teilte ein Sprecher des Kapuzinerordens im apulischen Pilgerort San Giovanni Rotondo an diesem Dienstag auf Anfrage mit. Insgesamt seien bis zum vergangenen Wochenende 860.000 Voranmeldungen für einen Gang in die Gruft der Kirche Santa Maria della Grazie eingegangen. Der mit einer Silikonmaske präparierte Leichnam des Paters ist dort seit 24. April in einem Glasschrein zur Verehrung ausgestellt. Der Kapuziner, der zu Lebzeiten durch seine blutenden Wundmale Aufsehen erregte, zählt zu den prominentesten Heiligen Italiens.
Türkei
Das türkische Parlament hat mit großer Mehrheit die lang erwartete Reform des umstrittenen „Türkentums”-Paragrafen gebilligt. Kritiker sehen in dem umstrittenen Artikel 301 des Strafgesetzbuchs eine Einschränkung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Nach der Reform steht nicht mehr die „Beleidigung des Türkentums” unter Strafe, sondern die „Beleidigung der türkischen Nation”. Auf Grundlage des Paragraphen waren in der Türkei hunderte Intellektuelle wie Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk strafrechtlich verfolgt worden. Die Europäische Union hatte Ankara wiederholt zur Änderung des Gesetzes aufgefordert. Die Reform ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für Fortschritte in den Gesprächen über eine EU-Mitgliedschaft.
Somalia
Die Gewalt in dem Land reißt nicht ab. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen wurden bei Luftangriffen mehrere Menschen getötet. US-Kampfflugzeuge sollen aus der Luft mutmaßliche Stützpunkte von islamischen Rebellen angegriffen haben. (ap)
Burundi
Hutu-Rebellen haben nach Angaben von Hilfswerken fast 240 Kindersoldaten die Freiheit gegeben. In der Nähe der Hauptstadt Bujumbura wurden die Kinder an Vertreter der Afrikanischen Union und des UNO-Kinderhilfswerkes UNICEF übergeben. Die Aktion ist offenbar das Ergebnis von mehrmonatigen Verhandlungen. Die Kinder sollen jetzt wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden.
Senegal
Kardinal Sarr von Dakar ruft angesichts der Nahrungsmittelkrise zur Solidarität mit der ländlichen Bevölkerung auf. Auf dem Land sei die Hungerkrise besonders drastisch, in bestimmten Gebieten nähmen die Menschen nur eine Mahlzeit pro Tag zu sich, warnte ein Ernährungswissenschaftler. „Im Namen unserer Gottesebenbildlichkeit können wir nicht akzeptieren, das ein Mann, eine Frau oder ein Kind wegen des Mangels an Nahrungsmitteln leidet”, schreibt der Erzbischof von Dakar in einem via Medien verbreiteten Appell. Außerdem kündigte er für Anfang Juni eine landesweite Gebetswoche für eine ausreichende Regenzeit an. Im Senegal haben mangelnde Niederschläge vom Vorjahr, gefolgt von Teuerungen, die Hungerkrise verursacht.
Vietnam
5.000 Aids-Kranke erhalten in Ho-Chi-Minh-Stadt Hilfe von der katholischen Kirche. Wie die Agentur Asianews berichtet, leben im ehemaligen Saigon mehr als 38.000 Menschen mit der Immunschwächekrankheit. Die Hilfsmittel seien knapp, und die örtlichen Behörden erschwerten die Arbeit zusätzlich. Die Situation grenze an offene Diskriminierung, schreibt die katholische Nachrichtenagentur. Einem Hilfsappell von Kardinal Jean-Baptiste Pham Minh Man seien bereits zahlreiche katholische Priester und Laien gefolgt.
Australien
Australiens gleichgeschlechtliche Paare können in Zukunft ihre Partnerschaft offiziell registrieren lassen. In den meisten Rechtsbereichen werden sie damit gemischtgeschlechtlichen Ehen gleichstellt. Das gab Australiens Justizminister Robert McClelland an diesem Mittwoch bekannt. Allerdings sollen homosexuelle Paare vom Adoptionsrecht weiterhin ausgeschlossen bleiben. Der Minister betonte, die Gesetzesinitiative bedeute keine Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften mit der Ehe. Sie sei für Mann und Frau bestimmt.
Die Organisatoren des Weltjugendtags sind besorgt: Die Behörden erteilen für Besucher aus dem Ausland nur schleppend die erforderlichen Einreisevisa. In den nächsten vier Wochen müssten die Verantwortlichen 100.000 Visa ausstellen, hoffen die Veranstalter des Großereignisses. Nach Agenturangaben könnte die langsame Arbeit der Behörden dazu führen, dass die Zielmarke von 225.000 Pilgern nicht erreicht wird. Nach Zeitungsangaben haben die Einwanderungsbehörden bislang ca. 21.000 Visa genehmigt. Der Weltjugendtag findet vom 15. bis zum 20. Juli in Sydney statt; auch der Papst kommt dazu aus Rom.
USA
Ein Gericht hat einem Ausgleich zwischen dem Bistum Davenport und Missbrauchs-Opfern zugestimmt. Der Ausgleich betrifft über 150 Menschen, die Opfer von Missbrauch durch kirchliche Mitarbeiter geworden sein sollen. Er sieht Entschädigungszahlungen in Höhe von etwa 37 Millionen Dollar vor. Zu dem Ausgleich gehört ein „Reorganisierungs-Plan“ des Bistums, das u.a. erläutert, wie in Zukunft solche Missbrauchs-Fälle vermieden werden sollen. Bischof Marin Amos von Davenport erklärte: „Das ist jetzt für uns kein abgehaktes Thema. Wir haben einen Lernprozess durchgemacht und stellen jetzt Transparenz und Gerechtigkeit über alles.“
Guatemala
Nach den Morddrohungen gegen seine Person hat Bischof Alvaro Ramazzini Imeri für die internationale Solidarität gedankt. Er habe durch Protestaktionen, Briefe, Schreiben an die Regierung sowie durch die öffentliche Bekanntmachung der Situation viel Unterstützung erhalten, sagte der Vorsitzender der Guatemaltekischen Bischofskonferenz in einem Interview der KNA. Ramazzini ist ein engagierter Streiter für die Menschenrechte in seinem Land und wendet sich immer wieder gegen Drogenkriminalität, Gewalt, Ausbeutung und Umweltzerstörung. Die Urherber der jüngsten Morddrohungen vermutet er im Milieu der Drogenmafia, weil er die Zunahme von Entführungen und Erpressungen angeprangert hatte. Im Interview wandte sich der Bischof von San Marcos auch gegen die Bergbauprojekte ausländischer Firmen: Diese seien nicht im Interesse Guatemalas und der armen Bevölkerung. Zudem würde der Einsatz von Zyanid im Bergbau den Boden und das Wasser vergiften. Das sei reine Ausbeutung. „Die ausländischen Firmen schöpfen 90 Prozent der Gewinne für sich ab”, so der Bischof.
Brasilien
Brasiliens katholische Kirche hat vor dem geplanten Energie-Abkommen mit Deutschland gewarnt. Durch die Produktion von Bio-Treibstoffen aus Zuckerrohr würden die Nahrungsmittelproduktion in dem Tropenland stark verringert und die Lebensmittel enorm verteuert, sagte der Generalsekretär der brasilianischen Migrantenseelsorge, Antonio Garcia Peres, am Montag in Sao Paulo. Das Abkommen, das unter anderem die nachhaltige Produktion von Biokraftstoff in den Vordergrund stellt, soll beim Brasilien-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 14. Mai besiegelt werden.









