Zündfunke vom Montag, 21. April - Sonntag, 27. April 2008

Zündfunke vom 21.04.-27.04.2008
Andrea Bolz
Deutschsprachige Kath. Gemeinde in Puerto de la Cruz

Montag, 21.04.08
Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Ein persisches Märchen erzählt uns folgendes:
„Ein Mann ging in der Abenddämmerung am Meeresstrand spazieren. Er fand ein Säckchen, gefüllt mit Steinen. Diese Steine warf er den Seevögeln nach und freute sich, wenn sie aufflatterten. Den letzten Stein nahm er mit nach Hause und betrachtete ihn beim Schein der Lampe. Es war ein Edelstein! Schnell rannte er zum Strand zurück, um die weggeworfenen Steine zu suchen. Vergebens! Die Brandung hatte sie weggeschwemmt oder mit Sand zugedeckt.“ ( Nach: Jannez S. Grzybek )
Kann ein Säckchen voller Steine ein Symbol sein: für die Jahre, Monate, Tage meines Lebens. Jeder Tag ein unbezahlbarer Edelstein? – Vielleicht.
Steine. Das Bild ist beinahe unerschöpflich. Zur Ehre Gottes wurden seit jeher Altäre, Tempel und Kirchen aus Stein gebaut. Sehr bescheiden wäre unsere Kenntnis alter Kulturen, wären sie uns nicht als zu Stein gewordene Geschichte überliefert. Ich denke an die Grabes- Pyramiden der ägyptischen Pharaonen und an die Götter-Pyramiden in Mexiko. Oder an jene geheimnisumwitterten, jahrtausendealten Steine: Stonehenge in Südengland und die riesigen Steinstatuen auf der Osterinsel im Stillen Ozean.
Steine sind stumm, sagt man. Unsere Sprache lässt sie aber auch sprechen. Auch wenn Sie und ich nicht gerade den „Stein des Weisen“ entdeckt haben und uns auch kein „Denkmal aus Stein“ errichtet wird, so können wir durchaus bei jemandem einen „Stein im Brett“ haben. –
Ich kann aber auch für andere zum „Stein des Anstoßes“ werden. Ich mache jemandem das Leben schwer und lege ihm „Steine in den Weg“, anstatt ihm zu helfen, und „Steine aus dem Weg“ zu räumen. - Und wem fiele nicht ein „Stein vom Herzen“, wenn der andere ihm die Hand zur Versöhnung reicht?
Steine. Vielfältiges Symbol für gute und schlimme Erfahrungen, für schöne und bedrohliche Begegnungen.
Steine. Ausdruck für Lebensäußerungen, zeichenhaft – zeichenhaft aber auch für Leblosigkeit und Tod. Steinern ist mein Herz, gehe ich ohne Gefühl mit meinen Mitmenschen um. Der Härte des Steins entspricht offenbar die „Härte des Herzens“. Das Böse kommt aus unserem Inneren, aus unserem Herzen. Und das kann kalt und hart werden wie Stein. (Matthäus15, 18-19)
Und dann denke ich an diese wunderbare göttliche Zusage: „Ich schenke ihnen ein anderes Herz ... Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch“. (Ezechiel 36, 26) So steht es in der Bibel. Wenn wir Gott unser hartes und kaltes Herz umfassen lassen, nimmt es Wärme an und wird weich.


Dienstag, 22.04.08
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Eine Stadt ist eine befestigte, geschlossene, größere menschliche Siedlung. So steht es nüchtern im Lexikon.
Als in der Antike Städte entstanden, begann jedoch etwas Neues in der Geschichte der Menschheit. Der Übergang vom Nomadentum und von bäuerlichen Lebensformen zur städtischen Lebensweise – das war eine Revolution. Die Menschen begannen, anders zu denken und anders zu leben. Die Schrift wurde erfunden. Es entwickelten sich geistige, kulturelle und soziale Werte. Die Städter gewöhnten sich daran, Wohlstand und Freiheit zu genießen. Neue Berufe entstanden. Das alles wurde möglich durch allgemein anerkannte Gesetze, die das Zusammenleben regelten und auch durch religiöse Gemeinschaften in einer Stadt.
Bald entstanden Idealbilder von Stadt, und die nahmen mit der Zeit religiöse Züge an. In der irdischen Stadt sah man das Abbild der himmlischen Stadt. In christlichen Zeiten deutete man die Kirche mit ihren Türmen als Brücke zwischen irdischer und himmlischer Stadt. Rom ist bis heute die „Ewige Stadt“ und Jerusalem die „Heilige Stadt“ für Juden, Christen und Muslime.
Doch dem städtischen Gedanken haftet seit jeher etwas Zweideutiges an. Zum einen steht die Stadt für vielfältig pulsierendes Leben. Zum anderen sahen Nomaden und bäuerliche Menschen in der Stadt seit jeher auch etwas Unheimliches. Sie hielten die Städter für überheblich und verdorben, ihre Feste für zweifelhaft. Die Stadt – Symbol des Lebens im positiven wie im negativen Sinn.
In der Bibel hat die Stadt noch eine tiefere religiöse Bedeutung über diese Weltzeit hinaus. Sie betont, dass unser irdisches Dasein begrenzt ist und die irdische Stadt zerfällt: „Denn wir haben hier keine Stadt, die bestehen bleibt, sondern wir suchen die künftige.“ (Hebräer 13,14) – so steht es im Neuen Testament.
Für Juden und Christen bleibt die Sehnsucht nach endgültigem und ewigem Leben immer mit dem Gedanken an eine Stadt verbunden. Jerusalem, die von Gott erwählte Stadt. Mit ihr verbindet sich die Hoffnung auf das neue, himmlische Jerusalem. Und damit die Hoffnung auf Zukunft, auf endgültige Gerechtigkeit, auf Freiheit und Frieden.
Und das biblische Bild für die Ewigkeit ist keine langweilige ewige Ruhe, sondern städtisches Leben in Fülle und Feiern in vollkommener Freude.
Aber noch sind wir ja in dieser Welt. Und für diese Zeit ermutigt uns die Bibel : „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn!“ (Jeremia 29,7) Wir könnten bereits heute damit anfangen, das Beste für uns daraus zu machen.


Mittwoch, 23.04.08
Einen wunderschönen guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Je hektischer, wandelbarer, umtriebiger die Zeiten sind, umso mehr suchen Menschen Orte, an denen sie zur Ruhe kommen. Insgeheim oder offen spüren viele, dass das schnelle Leben zuviel wird, und dass man dem Stress etwas entgegensetzen muss, weil er einen krank zu machten droht.
Eine Möglichkeit dem Stress zu entfliehen, sind die vielen Wellnesszentren, wo ich mein Wohlbefinden steigern kann und wo ich mich rundum wohlfühle. Alles dreht sich dabei um mich. Das ist doch schon was, aber längst nicht alles.
Mir geht es um etwas anderes, ich möchte nicht nur rundherum sondern in mir zur Ruhe kommen.
Ich möchte mich mit den in mir tiefsten inneren Fragen auseinandersetzen, wie:
Wo komme ich her? Wer bin ich? Und: Wo gehe ich hin? Ich möchte mich auf die Suche nach Sinn und Lebensorientierung machen; auf die Suche nach dem, was im Leben wirklich zählt. Das sind die für mich entscheidenden Fragen, zutiefst religiöse Fragen, die Grundfragen jeder Religion.
Dieses Suchen ist und bleibt aber immer ein Geheimnis ein Mysterium, was nicht zu erklären, was unergründlich ist.
Deshalb können mir bei dieser inneren Suche mystische Traditionen und Menschen wie z.B. Hildegard von Bingen weiterhelfen. Mystische Traditionen gibt es über die Jahrtausende und über alle Kulturgrenzen hinweg in allen Religionen. Vielleicht ist ja die Mystik sogar der gemeinsame und innerste Kern aller Religionen?!
Das Ziel der Mystik ist gleich wie ihr Anfang – ein Geheimnis. Und es geht darum, die größtmöglichste Nähe zu diesem Geheimnis zu finden. Ein Geheimnis, das wir höchst unzureichend und mit aller Vorsicht „Gott“ nennen.
Blicken wir also auf die Mystik des Christentums, dann ist sein erster Mystiker: Jesus. Er hat immer wieder vom Geheimnis gesprochen, aus dem wir kommen, in dem wir leben und in das wir letztendlich hineingehen. Und um das selbst zu erfahren, stieg Jesus immer wieder auf einen Berg, um allein zu sein, und um in der Einsamkeit zu beten. So berichten es die Evangelien. (Matthäus 14,23; Johannes 6,15)
Vielleicht bin ich im Sinne Jesu ein mystischer Mensch, wenn ich probiere, still zu werden. Wenn ich mich bemühe ab und zu eine Auszeit zu nehmen, spirituelle Freiräume zu schaffen, um in mich hinein zu hören. Oder wenn ich mich in eine Kirche setze und innere Ruhe spüre. Das kann mich öffnen für Gott und mich eine wirkliche Gottverbundenheit spüren lassen.


Donnerstag, 24.04.08
Kennen sie das auch, sie lernen jemanden zufällig kennen, die Chemie scheint zu stimmen, und sie werden gute Freunde. Oft sind das die beständigsten Freundschaften überhaupt, die per Zufall entstanden sind.
Was aber ist Zufall? Ist der Zufall beliebig, willkürlich, etwas, das aus purer Laune heraus geschieht? Ist reiner Zufall eine Erklärung für all die vielen Begegnungen, Entscheidungen und Vorkommnisse im Leben?
Schau ich im Duden nach, so steht für Zufall „das, was jemandem zufällt, zuteil wird, zustößt.“ Damit kann ich mich schon eher anfreunden. Zufall ist das, was mir zufällt, „etwas, was nicht vorauszusehen war, was unerwartet geschieht.“ (Duden)

Darüber lohnt es sich nachzudenken. Zufall hieße dann:

· Unerwartet – also nicht, worauf ich eh schon lange gewartet habe.

· Unbekannt – also nicht, was ich ohnehin schon lange kenne.

· Unerhört – also nicht, was ich schon lange habe läuten hören.

· Ungewöhnlich – was eben nicht meinen Gewohnheiten entspricht.

Wie oft schon musste ich mich mit Situationen auseinandersetzen, die so gar nicht geplant waren, die meinen ganzen Rhythmus durcheinander brachten. Und wenn ich aber gerade dann in der Lage war, mich dieser nicht gewollten, unbekannten Situation zu stellen, dann habe ich schon oft Lösungsmöglichkeiten gefunden, die im Nachhinein betrachtet, alles sogar zum Guten gewendet haben.
Wenn ich so offen sein kann, fällt mir etwas zu, etwas was mir bis dahin unbekannt war. Von wem fällt mir etwas zu? Für mich ist es Gott.
Ihm möchte ich vertrauen, auch wenn er mir bisweilen fremd und weit weg zu sein scheint. Fernab von dem, was mich bewegt. Ich möchte vertrauen auch wenn ich auf die immer wieder gestellte Frage „Warum? und Wozu? keine Antwort erhalte. Ihm möchte ich trotzdem vertrauen, dass er zu mir steht und mich nicht fallen lässt, was auch immer passiert. Ich möchte Gott vertrauen, dass die Welt und darin mein Leben Sinn hat.
Jemand hat das mit dem Zufall humorvoll so gesagt: „Zufall ist ein Pseudonym Gottes“ – sein Deck- oder Künstlername – „wenn er nicht selber unterschreiben will.“


Freitag, 25.04.2008
Kennen sie Gott? Kenne ich Gott? Je älter ich werde, umso vorsichtiger wird meine Rede von Gott, auch oder gerade als sogenannte „Berufschristin“. Ich möchte nicht den Anschein erwecken, als kenne ich mich bei ihm aus. Gott ist kein Begriff, der mir etwas erklärt, was ich dann für immer und ewig sicher wüsste. Ich möchte in meinem Glauben auch nicht so sehr von Sätzen und Worten ausgehen, nach denen Gott so oder so ist.

Wir können von Gott nur in Bildern sprechen, schon die Bibel tut das. Sie nennt ihn König und Herr, er ist der Heilige und die Weisheit, ihm sind mütterliche und väterliche Züge eigen. Wir aber sollten uns gerade deshalb eingestehen: Das alles sagt viel über uns und unsere Vorstellungen aus, aber kaum etwas über Gott selbst.

Ein Hinweis aus der Bibel hilft mir, vorsichtig von Gott zu sprechen, mich ihm anzunähern. Sie spricht davon, dass Gott das Allerheiligste ist, ein leerer Raum im einstigen Tempel in Jerusalem.

In den Religionen war es üblich, den besonders heiligen Ort mit einem wertvollen Götter-Bild zu versehen. Ganz anders das Allerheiligste im Tempel von Jerusalem. Als der römische Kaiser Titus 70 nach Christus den Tempel erstürmte und plünderte, vermutete er kostbare Beute. Doch im Allerheiligsten traf er nur Leere an, nichts als einen leeren Raum.

Dies erinnert daran: Gott ist nicht darstellbar. Er ist ortlos, ein ferner, unnahbarer Gott, der sich jedem menschlichen Zugriff entzieht. Das Allerheiligste im Tempel von Jerusalem ist aber auch Symbol für Gottes Gegenwart. Nach jüdischem Glauben möchte Gott bei seinem Volk sein. Es freut ihn geradezu, mitten unter den Menschen zu wohnen. Er möchte ihnen ein barmherziger, gütiger und mitfühlender Gott sein.
(Exodus 29,45-46.34,6).

In und von Jesus erfahren wir das in besonderer Weise. Nichts ist ihm fremder als eine abgeschliffene Rede von Gott. Er ist ein Meister im Erzählen. Seine Sprache ist weltlich, bilderreich und alltäglich. In seinen Geschichten kommt das Wort Gott oft nicht vor. Doch gerade diese Geschichten geben Zeugnis von der unfrommen Art Jesu, von Gott zu reden. Und wir erfahren: Für Jesus ist Gott reine Liebe, eindeutig und bedingungslos – Liebe. Und genau das glaube ich von und über Gott- dass er dies für alle Menschen bis zum heutigen Tag und darüber hinaus sein möchte. Zumindest bietet er es uns an.


Samstag, 26.04.08
Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Einer der ganz großen Begriffe in der Bibel ist das Reich Gottes. Es ist die Vision von einer im letzten heilen und geheilten Welt.
Reich Gottes meint das, was bei Gott gilt. Es ist sein Regierungsprogramm: Kein Krieg, keine politische und gesellschaftliche Unterdrückung, keine Krankheit und Armut. Und: der Tod, dieser letzte Feind von allem, wird dann auch nicht mehr sein. Ich finde es ungemein beglückend, was Gott hier in Aussicht stellt, das deckt sich mit dem, wonach sich Menschen seit jeher zutiefst sehnen.
Wenn Jesus vom Reich Gottes spricht, so greift er gerne das Bild eines festlichen Mahles auf und nimmt damit auf die biblische Tradition Bezug. Denn schon beim Propheten Jesaja können wir lesen:

„Der Herr . . . wird auf dem Berg Zion
für alle Völker ein Festmahl geben
mit den feinsten Speisen,
ein Gelage mit erlesenen Weinen.“ (25,6)

Eingeladen zu sein, zu einem üppigen Festmahl, das scheint ein Hoffnungsschimmer für die unzähligen Armen zu sein, von dem sie immer nur träumen können. Einmal keine Sonntagsreden mit leeren Versprechungen, sondern Feiern.
Ich habe auch ein so Wunsch-Bild vom Reich Gottes. Ich möchte einmal stiller Beobachter sein, wenn die großen Weisheitslehrer, die Glaubensmütter und -väter am runden Tisch sitzen und sich unterhalten: Abraham und Jesus, Buddha und Mohammed, Konfuzius und Lao-tse. Und ich ahne, beschämt muss ich erfahren: Wie einig sich diese Runde ist - und mit welchen Wichtigkeiten wir uns auf Erden oft überfordert und bekämpft haben und es immer noch tun.
Ein Hinweis darauf, dass das tatsächlich so sein könnte, steht im Neuen Testament. Jesus übernimmt eine alte ethische Weisung der Menschheit, die so genannte Goldene Regel: „Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ Und man beachte, was Jesus dem hinzufügt: „Darin allein besteht das Gesetz und die Propheten!“ (Matthäus 7,12)
Wie einfach das klingt, und wie schwer scheint dies noch immer zu sein: Oder wie sonst muss man sich die vielen sogenannten Tafeln für die Armen die überall gegründet werden, die Suppenküchen oder jüngst die Aussage der Weltbank erklären, dass rapid steigende Nahrungsmittelpreise die Völkergemeinschaft für die Zukunft in eine große Krise stürzen können. Und wen wunderst, dass es da wieder einmal die Ärmsten der Armen ganz besonders trifft. Da das Reich Gottes bereits im hier und jetzt zu realisieren wäre, sollte wir uns alle Gedanken darüber machen, wie wir das versprochene Festmahl in die Tat umsetzen können.


Sonntag, 27.04.08
Einen wunderschönen Sonntagmorgen, liebe Hörerinnen und Hörer!
Ein Segen, der in christlichen Gottesdiensten oft gesprochen wird lautet:
„Der Herr segne euch und behüte euch; der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten und sei euch gnädig; er wende euch sein Antlitz zu und schenke euch seinen Frieden.
Segnen kommt vom lateinischen und bedeutet: bezeichnen, versiegeln: Dem sehr nahe kommt ein anderes lateinisches Wort: „benedicere“ – Gutes sagen, ein freundliches Wort finden. Zum Segnen gehört beides: das Kreuz-Zeichen und das gute Wort. Dem andern von Gott her Gutes zusprechen, ihm Gutes wünschen.
Und ich frage mich: Warum segnen nur die Priester und Diakone, und dies fast nur bei offiziellen, dienstlichen Handlungen? Warum wünschen wir uns Gottes Segen nur bei feierlichen Anlässen? – Es ist selten geworden, dass die Mütter ihre Kinder mit einem Kreuz-Zeichen auf die Stirn segnen, wenn sie das Haus verlassen oder bevor sie einschlafen. Ich weiß nicht, ob es in ländlichen Gegenden noch Brauch ist, dass der Vater oder die Mutter das Brot segnen, bevor es aufgeschnitten wird.
Wenn jemandem Gutes geschieht, sagte man früher vielerorts „Vergelt’s Gott“ und bekam zur Antwort „Segne’s Gott“, Gott möge es segnen.
Könnte nicht so manche Beziehung bestehen bleiben, der eine oder andere Streit beendet werden, ein Klima der Versöhnung entstehen – wenn wir füreinander um Gottes Segen bitten würden. So manches im Zwischenmenschlichen, in Gesellschaft und Kirche könnte sich neu und positiv bewegen, wenn wir es fertig brächten, Gott ins Spiel zu bringen. Wenn wir dem Segen Gottes wirklich die Kraft zutrauen würden, die sich in folgendem Lied wiederfindet:

Gott dein guter Segen ist wie ein großes Zelt, hoch und weit, fest gespannt über unsre Welt.
Gott dein guter Segen ist wie ein helles Licht, leuchtet weit alle Zeit in der Finsternis.
Gott dein guter Segen ist wie des Freundes Hand, die mich hält, die mich führt in ein weites Land.
Gott, dein guter Segen ist wie ein weiches Nest. Danke Gott, weil du mich heute leben lässt.

Ich wünsche Ihnen heute einen segensreichen und gesegneten Sonntag




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