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Ehemaliger spanischer Regierungschef tot
Madrid, 06.05.2008: Leopoldo Calvo-Sotelo, ehemaliger spanischer Regierungschef, ist in Madrid im Alter von 82 Jahren an Herzversagen gestorben. Der Politiker war einer der Männer, die den Übergang Spaniens in die Demokratie entscheidend mitprägten. Die Regierung ordnete drei Tage Staatstrauer an und ließ den Sarg im Parlament aufbahren, wo Tausende von Menschen Abschied genommen haben. Auch der spanische König Juan Carlos erschien persönlich, um die historische Bedeutung des Politikers zu würdigen. Wenige Jahre nach dem Ende der Franco-Diktatur hatten beide Männer einen Staatstreich verhindert. Calvo-Sotelo sollte am 23. Februar 1981 gerade zum Regierungschef gewählt werden, als Oberstleutnant Antonio Tejero bewaffnet ins Parlament eindrang und die Amtseinführung unterbrach. Drei Tage nach dem mißglückten Staatsstreich konnte Calvo-Sotelo sein Amt antreten. Seine Amtszeit war mit 21 Monaten die kürzeste in der Geschichte der spanischen Demokratie. Erfolgreich widersetzte sich Calvo-Sotelo seinerzeit dem Druck der Franco-Getreuen, die Putschisten ungeschoren davonkommen zu lassen, auch weigerte er sich, das Baskenland zu besetzen, als die Terrororganisation Eta Spanien mit blutigen Anschlägen erschütterte.









