Städte und Gemeinden auf Teneriffa

Santa Cruz de Tenerife

Die Hauptstadt, im Nordosten der Kanareninsel Teneriffas hat sich dem Tourismus nicht ergeben. Kultur und Tradition prägen sowohl das Stadtbild als auch die Menschen. Den Namen hat Santa Cruz de Tenerife vom Andalusier Alonso Fernández, welcher zum Zeichen des Sieges über die Guanchen (Ureinwohner der Kanaren) ein Holzkreuz errichten ließ. Seit dem entwickelte sich Santa Cruz de Tenerife zu einer der größten Hafenstädte Spaniens und wurde zu einem wichtigen Drehkreuz für den Handel zwischen Amerika, Afrika und Europa. Nicht zuletzt deswegen versuchte England mehrfach erfolglos mit Militärgewalt die Insel einzunehmen.


Das Regierungszentrum

Santa Cruz ist jedoch nicht nur Hauptstadt von Teneriffa, sondern auch seit 1982 neben Las Palmas de Gran Canaria administratives Zentrum der autonomen Region Kanarische Inseln. Die Regierungssitze der beiden Inseln wechseln sich alle vier Jahre ab. Zum Verantwortungsbereich von Santa Cruz de Tenerife zählen die Inseln La Gomera, La Palma, El Hierro und Teneriffa. Las Palmas unterliegen Gran Canaria, Fueteventura und Lanzarote.


Bilderstrecke


Hafenstadt

Als Dreh- und Angelpunkt zwischen „Alter und Neuer Welt“ war Santa Cruz schon früh ein bekannter Umschlagplatz für Waren aller Art. Als einziger spanischer Hafen erhielt „Puerto de Santa Cruz“ 1778 das Privileg, mit Amerika Handel treiben zu dürfen. Noch heute wird dem Hafen eine große Rolle im Schiffsverkehr zugesprochen. Abgesehen von der wirtschaftlichen und industriellen Bedeutung laufen auch ganzjährig Kreuzfahrtschiffe ein.


Kulturhauptstadt

Als Kulturhauptstadt hat sich Santa Cruz einen Namen gemacht. Sehenswürdigkeiten, Kunst und Tradition vereinigen unter diesem Titel immer wieder außergewöhnliche Veranstaltungen. Das berühmte Symphonieorchester gehört beispielsweise zu den Besten weltweit, aber auch Theater- und Kunstliebhaber kommen in Santa Cruz auf ihre Kosten. Außerdem profitiert die Hauptstadt vom südamerikanischen Einfluß, der nicht nur auf Fiestas und dem Karneval zu hören, zu sehen und zu spüren ist.


Auditorium

Im Jahr 2003 wurde die große Konzert- und Kongresshalle, gestaltete vom spanischen Architekten Calatrava in eingeweiht. Sie wurde mit einer konsequenten Symmetrie konstruiert und beweist eine ganz besondere Atmosphäre. Die Architektur des Auditorium weist Parallelen zu beispielsweise dem Erich Mendelsohns Einsteinturm in Potsdam auf sowie unverkennbar mit dem Opernhaus in Sydney, woran schon die hafennahe Lage erinnert. Die Konzerte des Orquesta Sinfonica de Tenerife können hier von 400 Zuschauern verfolgt werden. Konzerte aller Art werden aber auch in einem der großen Musiksälen veranstaltet. Beispielsweise werden Opern, Jazz, Tanz sowie andere moderne Musikstile in der neuen Konzerthalle präsentiert. Die Erbauer versprechen höchste Klangqualität. Für Kongresse bietet das Gebäude ein Saal mit 1700 Plätzen.


Jazzfestival

Seit nun mehr als 15 Jahren findet auf Teneriffa das Musikfestival Festival „Canarias Jazz + Heineken“ statt. Es hat sich zu einem absoluten „Muss“ für Jazzfans entwickelt. In den Monaten Juni und Juli präsentieren die Musiker ihr Können und ihr Leidenschaft für Jazz an verschiedenen Orten rund um Santa Cruz.


Plaza de la Candelaria

Eine ganz besondere Bedeutung wird der Plaza de la Candelaria zugesprochen. Inmitten dieses Platzes steht in Stein verewigt, die Heilige von Candelaria, die Schutzpatronin der Kanaren. Einige Guanchen-Fürsten, sogenannte Menceys, huldigen zu ihren Füßen. Sinnbildlich steht diese Gruppe für die Bekehrung der Guanchen zum Christentum. An jedem ersten Februar finden die Festlichkeiten zu Ehren der Schutzpatronin statt. Es ist der wichtigste kanarische Feiertag und wird ausgiebig zelebriert. Kurios: Am Tag dieser Festlichkeiten werden alle Namen der neugeborenen Kinder des vergangenen Jahres aufgerufen, das können mehrere Tausend sein.


Parque Maritimo Cesar Manrique

Der aus Lanzerote stammende Künstler Manrique ließ mitten in der Stadt die Badelandschaft Parque Maritimo entstehen. Ganz in der Nähe des Audiotoriums, an der Küste von Santa Cruz de Tenerife kann man sich fantastisch aus dem Hauptstadttrubel zurückziehen und sich in drei künstlerisch gestalteten Pools tummeln. Die einmalige Atmosphäre wird durch Wasserfälle, Palmen, Vulkanstein und einem Lavastrand geprägt. Auf allen Inseln der Kanaren können auch noch weitere künstlerische Gestaltungen Manriques entdeckt werden.


Karneval

Ausgefallene Kostüme, Tanz und Gesang auf den Straßen und nicht enden wollende Feste – das ist Karneval auf Teneriffa. Das näckische Treiben in Santa Cruz ist das meißt besuchteste nach Rio de Janeiros. Den Titel des „größten Tanzfestes der Welt“ trägt der karnevalistische Februar bereits und ist damit im Guinnessbuch der Rekorde eingetragen. Euphorisch wird diesem Großereignis entgegen gefiebert und das ganz Jahr über vorbereitet. Kritiker des Karnevals gibt es dennoch und eine fast jährliche Anwohnerbeschwerde lässt sich kaum vermeiden.


Parkanlagen

Die Parkanlage Garcia Sanabria von Santa Cruz de Tenerife bietet Raum für Erholung. Ein fantastisches Ambiente aus tropischen und subtropischen Pflanzen, schattigen Sitzbänken, mächtigen Bäumen und einem Blumenmeer laden zum Verweilen ein. Hier führen nicht alle Wege nach Rom, sondern auf einen viel diskutierten Brunnen zu. In Mitten dieses Brunnens steht die expressionistische Frauenskulptur Fecunidad (Die Fruchtbare) von Francisco Borges Sale.

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