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Der Senegal

Senegal Satellitenaufnahme

Staatsname: République du Sénégal - Republik Senegal

Staatsform: Republik (Präsidialsystem), unabhängig seit 20. August 1960

Fläche und Bevölkerung: Progn. 2005: 10,587 Mio. Einw.* auf 196.722 km2 = 53,8 Einw./km2), davon 42,8% unter 20 Jahren, jährlicher Bevölkerungszuwachs 2,3% (2004);

Hauptstadt: Dakar mit 2,614 Mio. Einw. (Aggl.; Schätz. 2004)**; weitere Städte: Thiès 307.400, Kaolack 275.500, Ziguinchor 244.000, Saint-Louis 154.500, Mbour 149.000, Diourbel 123.600 Einw. (Schätz. 2004)**; jährl. Bev.-Wachstum (2000-2005): 2,39 %*; städt. Bevölkerung (Progn. 2005): 51,0 %*.

Wichtigste der ca. 2O ethnischen Gruppen: Ca. 45 % Wolof; 25 % Fulbe-Toucouleur; 15 % Serer; 5 % Diola; u. a. 2 % Ausländer (v. a. in Dakar)

Religionen: Ca. 90 % Muslime; bis 10 % Christen (v. a. Katholiken)

Klima: Senegal liegt klimatisch überwiegend in der Sahelzone. Von Juli bis Oktober herrscht Regenzeit, im übrigen Jahr Trockenzeit (an der Küste frische Brisen). Die Niederschlagsmengen liegen meist um 500 mm oder darunter (nur im Süden über 1.000 mm). Dakar verzeichnet die wärmste Periode mit Tagestemperaturen von 24 bis 32 °C im September/Oktober, die kühlste mit 18 bis 26 °C im Januar.

Wirtschaft: Senegal gehört mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 635 US$ (2004) zu den ärmsten Ländern der Welt. Einerseits als einer der fünf federführenden Staaten des New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) ambitioniert, kann es andererseits seine Bevölkerung nicht aus eigener Kraft ernähren. Die Landwirtschaft leidet unter niedrigen und im langfristigen Durchschnitt abnehmenden Niederschlägen. Abgesehen von 2002, erreichte das Land zwar in jüngerer Zeit relativ hohe Zuwachsraten (2003: 6,3 %, Prognose 2004: 6 %), doch musste es seine Verpflichtungen im Rahmen des Konvergenzpakts der Union Economique et Monétaire Ouest-Africaine (UEMOA) über die zunächst bis 2004 ausgelegte Anpassungszeit strecken.

Hilfe verspricht sich die Regierung von einem 2003 mit dem IMF geschlossenen Kreditabkommen, das mit einem Programm für Armutsbekämpfung und Wachstum verbunden ist und neben den üblichen IMF-Auflagen speziell zur beschleunigten Privatisierung von Staatsunternehmen, vorrangig SENELEC (Elektrizität) und SONACOS (Erdnüsse), verpflichtete. Das Abkommen ermöglichte Senegal im April 2004 den “Completion Point” in der HIPC*-Entschuldungsinitiative. Zum IMF-Programm zählt auch die verstärkte Diversifizierung der Ökonomie, die Senegals Verwundbarkeit durch Unwägbarkeiten des Weltmarktes (bei den bisherigen Hauptexportprodukten) und des Wetters (im Agrarsektor) vermindern soll. Problematisch ist u. a. der zunehmende illegale Handel mit Drogen und Elfenbein, bei dem Dakar zur Drehscheibe geworden ist.

Volksbildung: Das französisch geprägte Bildungssystem besteht aus der sechsjährigen Grundschule (Schulpflicht), der siebenjährigen zweistufigen Sekundarschule und dem Hochschulwesen. Unterrichtssprachen sind Französisch und Wolof. Neben staatlichen gibt es private Schulen sowie Koranschulen. Der Schulbesuch soll durch den staatlichen Bildungs- und Ausbildungsplan (1995 bis 2008) gesteigert, Unterschiede in der schulischen Versorgung zwischen Stadt und Land, zwischen Regionen sowie zwischen den Geschlechtern sollen abgebaut werden.

2000/01 erreichte die Einschulungsquote an Grundschulen nur 63 % (Mädchen 60 %), die Alphabetisierungsrate lag bei Erwachsenen bei 38 % (Frauen 29 %) und bei jungen Erwachsenen (bis 24 Jahre) bei 52 % (Frauen 43 %). Im Staatshaushalt 2003 waren 21 % der Ausgaben für Bildung vorgesehen.

Quellen: Länderinformationen Auswärtiges Amt, Munzinger Länderarchiv

Weitere Informationen:
Der Senegal-Eintrag bei Wikipedia